„CiteeCar“: Billig-Anbieter von Carsharing startet in München

citeecar-carsharingIn München tummeln sich bereits jetzt zahlreiche Carsharing-Anbieter. Das hat den amerikanischen Unternehmer „CiteeCar“ jedoch nicht  davon abgehalten, sich seit gestern ebenfalls in der bayerischen Großstadt anzusiedeln.

100 Fahrzeuge von CiteeCar stehen zum Start bereit, nach und nach soll die Flotte erweitert werden – vor allem in den bisher kaum bedienten Außenbezirken von München. Damit ist der billigste Carsharing-Anbieter Deutschlands nach Berlin und Hamburg bereits in einer dritten deutschen Stadt vertreten.

Die günstigen Carsharing-Autos sind vornehmlich Kia Rio Modelle. Sie können nur stundenweise und nach vorheriger Buchung genutzt werden.

Nach dem Vorbild der Billigflieger

CiteeCar winkt vor allem mit einem: günstigen Preisen. Schlappe 1 Euro kostet die Fahrt pro Stunde. Pro gefahrenen Kilometer berechnet CiteeCar zusätzlich 20 Cent. Zum Vergleich: DriveNow will für eine Stunde Miete 18,60 Euro haben, Car2Go berechnet 12,90 Euro. Bill Jones, der CEO von CiteeCar, hierzu: „Carsharing galt bislang als zu teuer, zu kompliziert oder zu unbequem. Das ändern wir nach dem Vorbild der Billigflieger.“ (Quelle: finanzen.net)

Damit CiteeCar die Fahrzeuge so günstig anbieten kann, hat der US-Anbieter ein neues Modell entwickelt: Um die Autos kümmert sich nicht das Unternehmen selbst, sondern sogenannte „Hosts“, die das Fahrzeug reinigen und im Idealfall auch einen Stellplatz zur Verfügung stellen. Im Gegenzug fahren die Hosts „ihren“ Wagen besonders preiswert.

Keine Konkurrenz für DriveNow & Car2Go

Das Geschäftsmodell von CiteeCar weicht jedoch stark von dem von DriveNow und Car2Go ab. Eine spontane Anmietung ist nicht möglich, auch stellen die beiden Geschäftgebiete-Anbieter eine wesentlich höhere Fahrzeugdichte in der Innenstadt bereit – weshalb sich der Anbieter CiteeCar gerne um die umliegenden Gebiete am Stadtrand kümmern möchte. CiteeCar sieht sich selbst weniger als Konkurrenz denn als Ergänzung zum bestehenden Angebot. Selbst der Carsharing-Anbieter „Stattauto“, der ebenfalls mit festen Mietstationen arbeitet, fürchtet, so die Süddeutsche Zeitung, den neuen Anbieter nicht.

Die gerade erschienene Studie des Marktforschungs- und Beratungsunternehmens Frost & Sullivan sagt für 2020 europaweit 16 Millionen Carsharing-Nutzer voraus.

About Kevin

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